Fugenlose Oberfläche mit Microzement








Moin Leute,

heute bin ich in einer Küche tätig. Die Kunden hätten gern einen ganz besonderen Spritzschutz. Was genau und wieviel Arbeitsschritte dafür nötig sind, lest ihr hier in meinem Blog.  Die Oberfläche der Küchenrückwand wird fugenlos gestaltet und mit Microzement angefertigt. Nachdem mir alle Maße zur Anfertigung bekannt waren, habe ich mir die Fläche mit einer Wasserwaage angezeichnet und mit Kreppband abgeklebt.  

Soweit so gut der nächste Schritt steht an. Als nächstes wird die Oberfläche grundiert. Dazu wird die Grundierung mit Putz-Grund-Artiger Farbe mit einer Körnung von 0,7 aufgetragen bzw. gleichmäßig vorge-strichen. Warum Grundierung?

Zum einen dient die Grundierung dazu um einen gleichmäßigen und sauberen  Unter grund zu schaffen, zum anderen dient sie durch die Körnung dazu, das eine gewisse Griffigkeit entsteht für den nächsten Auftrag. Dazu benutze ich eine kleine Lammfellrolle oder auch Heizungsrolle.

Nach ca. einer Stunde Trocknungszeit wird der erste Auftrag auf die Fläche gebracht. Dazu mische ich  den Mikrozement an. Dieser besteht aus drei Komponenten, die nach Herstellerangaben vermengt werden. Der Farbton der vom Kunden ausgewählt wurde, ist cremefarbig und nennt sich Bianco. Nun ist es soweit der Microzement wird das erste Mal aufgetragen, das nennt man auch „auf Korn abziehen“.  


Beim Aufträgen versuche ich ein gleiches ungleichmäßiges Bild zu spachteln. Das Werkzeug was ich dazu nutze nennt sich „Venizianische Kelle“. Beim Auftragen gibt es kein „Richtig“ oder „Falsch“. Ich persönlich versuche die Fläche immer etwas „ruhiger“ zu halten damit das Bild nicht zu „unruhig“ erscheint. Aber das ist reine Geschmacksache.

Auch dieser Auftrag muss erst vernünftig durchtrocknen, damit ich mit dem nächsten Schritt fortfahren kann. Jetzt wenn die Wand getrocknet ist, habe ich nochmal die Möglichkeit die Fläche zu „entgraten“ mit einem Spachtel. Nun wird der Microzement wieder nach Herstellerangaben angefertigt und der zweite Auftrag auf die Fläche gebracht. Dabei ist die Handschrift des Handwerkers  gefragt. 

Da es eine kreative Technik ist, kann man den Auftrag rein nach Geschmack gestalten, zum Beispiel gröber oder feiner. Dadurch wird jede Oberfläche einzigartig.Nun muss man gemeinsam mit der Trocknung immer wieder den Putz nach glätten. Wenn der Putz stark angetrocknet ist, kann man an der Oberfläche nix mehr ändern.   



Nach einer weiteren Trocknungszeit fange ich an die Fläche mit einem Exzenter zu schleifen. Dabei arbeite ich mit einer niedrigen Drehzahl und einer Körnung von 120-150. So wird die Fläche nicht poliert, sondern nur Unebenheiten  rausge-nommen. Jetzt wird die Fläche noch Imprägniert und nach einer Trocknungszeit dreimal versiegelt.  

Die Versiegelung wird nach 2K nach Hersteller 5:1 angemischt und mit einer Neoprenwalze aufgetragen. Der erste Auftrag muss komplett durchtrocknen bevor die nächsten zwei Schichten aufgetragen werden. Diese können ruhig schneller nacheinander aufgetragen werden. 

Danach ist die Fläche fertig. Ihr merkt zur Herstellung des Spritzschutzes in der Küche sind viele Arbeitsgänge notwendig und die Technik ist recht aufwendig. Gefällt euch eine solche Technik als Spritzschutz? Schreibt es mit in den Kommentar und wenn ihr sehen wollt  wie die Wand letztendlich aussieht schaut doch gerne mein Video dazu.








Bis bald euer Andy

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